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Mit der SL-Linie an die Spitze!

Auf dem 2. Preis ab Gelnhausen (180 km) gewinnt die SG Familie Seidel den 1., 2., 3., 4. und 5. Konkurs in der RV Hof. Insgesamt wurden von 103 Tauben/64 Preise erzielt!

Der „Tauben-Transrapid“ aus dem Vogtland

Familie Seidel
seidel-vogtlandSie gehören ohne Zweifel zu den erfolgreichsten Züchtern auf der Weitstrecke in dieser Zeit. Was diese Züchterfamilie in den letzten Jahren gezeigt hat, findet so leicht keinen Vergleich. Alleine in der Saison 2011 wurden insgesamt 11 erste Preise auf Entfernungen von 150 bis über 1.000 km erzielt, nahtlos daran an schließt die Saison 2012 mit sieben Siege.  Der Schlag dominiert im RV-Programm wie auf der großen Weitstrecke.

Wenn Brieftauben in der Familie die erste Geige spielen 
Der Taubensport steht ohne Übertreibung in der gesamten Familie an erster Stelle, und das sind Jürgen Seidel, seine Frau Margarethe sowie die beiden Söhne Frank und Jörg. Hier hat jedes Familienmitglied einen festen Platz, so dass jeder an einer anderen Stelle der Erfolgsschiene des Schlages schraubt. Ihre Stärke liegt aber eindeutig in der Vielfalt übermäßig guter Tauben, die sich jedes Jahr überregional behaupten. Sohn Frank ist hier der Züchter, der es versteht, aus absoluten Klasse-Tauben zu züchten, deren Nachkommen in der Lage sind Gewaltiges zu leisten.

Bärenstarke, durchsetzungsfähige Tauben an der Basis!
Sicherlich ist es die logische Konsequenz der erfolgreichen Arbeit mit seinen gefiederten Athleten, die Sportfreund Jürgen Seidel seit Jahrzehnten praktiziert. Die sportlichen Geschehnisse verliehen ihm in dieser Zeit immer wieder den Antrieb nach ganz vorn, dabei ist die Geschichte des Weitstreckenspiels noch gar nicht so alt. Eigentlich wollte er zu Beginn seine erfolgreichen Programmtauben nur auf der Weitstrecke testen und gründete in diesem Zusammenhang mit Sportfreund Werner Neurohr im saarländischen Friedrichsthal eine Schlaggemeinschaft. Zuhause im Vogtland gab es seinerzeit noch keine Spielmöglichkeit auf der Langstrecke. Im Jahre 2000 gingen die ersten Tauben der SG Seidel & Neurohr schließlich an den Start. Auf Anhieb gewannen sie den 9. Preis national von Marseille, gefolgt von zahlreichen weiteren Spitzenpreisen. Nur drei Jahre später war der Triumph perfekt, als der Nationalsieg von Perpignan errungen wurde. Der Nationalsieger gewann im selben Jahr den 10. Preis national von Marseille und wurde am Ende 1. As-Vogel des „Nationalen-Marathons“ des Verbandes. Seit diesem Debüt auf der Internationalen Weitstrecke, genießt der Name Seidel besondere Ehre und Aufmerksamkeit. Da sich mit der Zusammenarbeit des „Bayernmarathon mit dem Weitstreckenclub NO-Deutschland in der IG West in den letzten Jahren ein eigenständiges Weitstreckenprogramm für ganz Nordost-Deutschland organisieren lies, konnte später auch vom eigenen Schlag in Markneukirchen gespielt werden. Auch hier waren die Erfolge von Anfang an einzigartig. Als sozusagen hinterster Schlag – wenige Kilometer vor der tschechischen Grenze – wurden zahlreiche Weitstreckenflüge der IG-West gewonnen. Bereits 2005 gewann die Familie Seidel erstmals den „Bayernmarathon“. Einschließlich des Olympiafluges ab London, standen in der abgelaufenen Saison insgesamt 11 Weitstreckenflüge auf dem Programm, dies neben dem RV-Programm.

Tauben müssen alleine fliegen!
Bereits im Jungtaubenalter wird der Grundstein für die späteren Erfolge gelegt. Die Jungen werden so oft eingesetzt wie möglich. Selbst  wenn in der eigenen RV Hof das Spiel beendet wurde, nehmen die Seidels ihre Zügel selber in die Hand und fahren teilweise Strecken weit über 100 km, um Einsatzstellen zu erreichen, wo sie ihre Tauben einsetzen können. Während der Jungtiersaison kann dabei auch schon mal die Reiserichtung variieren. Zuletzt wurden die Jungtauben zum Südwesten und anschließend zum Nordosten gespielt. Die gute Navigation der Tauben steht hier im Vordergrund. Da die heimische Fluggemeinschaft eine Ausdehnung von 130 km in der Breite hat, haben hier Schwarmflieger überhaupt keine Chance. Die Tiere lernen frühzeitig alleine zu fliegen, anders kann man hier keine Preise und erst recht keine Spitzenpreise in diesem Maße erzielen. Besonderer Respekt gilt übrigens auch allen Sportfreunden in dieser Region, die weite Strecken zurücklegen müssen, um ihr Hobby überhaupt zu betreiben.

Tauben mit einem unbändigen Willen
Es sind besonders schnelle Tauben, die außerdem noch zuverlässig sind, wie Jürgen Seidel beschreibt. Im Laufe der Jahre hat sich hier ein eigener Stamm gefestigt. Die Olympiatauben begeistern durch ihre standardgerechte Ausstrahlung. In der Hand spürt man ihre elastische Muskulatur deutlich und ihre Augen strahlen ausgesprochene Vitalität und Intelligenz aus. Aber was animiert besonders diesen Tauben zur zügigen Heimkehr? Sicherlich spielt hierbei der unbändige Heimkehrwille, die ausgeprägte Schlagliebe und das phantastische Orientierungsvermögen eine wichtige Rolle. Die Seidel-Tauben stammen teilweise von Jürgen Bayer aus Spiesen und gehen auf einen alten Havenith-Stamm zurück.  Die Schnelligkeit brachte ein Nachkomme des "James Bond" von Hans Eijerkamp und Söhne in den Bestand. An die "James Bond"-Linie kamen die Seidels seinerzeit über einen Möbelankauf. Weite Ursprungstauben kamen von der SG Scholz und Söhne aus Heidelberg dazu. Auch bei diesen Tauben stand die Schnelligkeit an erster Stelle. In den Abstammungen findet man die "Roten Vossen" und etwas Fabry-Blut. Aus den genannten Linien entstand schließlich die Seidel-Taube, die heute Garant ist für Spitzenpreise von 100 bis 1.000 km.

Unterbringung
Die Taubenschläge sind in Eigenarbeit erstellt worden. In den kompakten Gartenschlägen mit Hanglage und einem idyllischen Blick auf die sächsische Stadt Markneukirchen sind die Seidel-Tauben zu Hause. Die Tauben für das RV- und Weitstreckenprogramm sind auf unterschiedlichen Schlägen untergebracht. Daran schließt ein Jungtierschlag an, in dem etwa 80 Jungtauben Platz finden. Die Schläge sind alle mit modernen Hermes-Zellen und Kotbändern ausgestattet. Aufgrund der räumlichen Nähe zwischen Zucht- und Reisetauben, kann im Frühjahr problemlos die erste Runde Eier aus dem Zuchtabteil komplett zu den Jährigen umgelegt werden, die dann die erste Runde Jungtiere aufziehen. Die alten Reisetauben werden erstmals Anfang April angepaart und im Anschluss nach einer achttägigen Brutzeit wieder getrennt. Zum Saisonauftakt stehen rund 80 Tauben zur Verfügung. Mit den Weitstreckentauben beginnt man ein paar Wochen später, um sie nicht zu früh in Form zu bringen, da sie in den Sommermonaten ihre Stärke zeigen sollen.

In der Flugsaison 2013 werden erstmalig die SL-Produkte:

Formsprint
Eiweiß-Power erfolgreich eingesetzt. Besser, als auf dem Preisflug ab Gelnhausen, kann ein Saisonauftakt nicht erfolgen. Auch in der Fluggemeinschaft glänzen die Sportfreunde mit dem 7., 8., 9., 10. und 11. Konkurs gegen 2.066 Tauben.
 

Erfolge 2012

Weitstrecke:
9. nationaler Marathonmeister des Verbandes
2. As-Vogel „Nationaler Marathon“ (01232-08-1309)
7. As-Weibchen „Nationaler Marathon“  (01232-08-1310)
1. Marathonmeister der  IG-West
5. Weitstreckenmeister der IG-West
4. As-Vogel der IG-West  
1. WAW-Meister der Gruppe IV „Bayernmarathon“
6. WAW-Meister der Gesamtliste „Bayernmarathon“
3. Pokalmeisterschaft des „Bayernmarathon“
 
RV Hof e.V.
1. RV-Meister
1. RV-Pokalmeister
1. RV-Jährigenmeister
1. RV-Weibchenmeisterschaft
1. EDV-Meisterschaft
1. RV-Meisterschaft des Verbandes
1. Meister der Zeitschrift "Die Brieftaube"
1., 4., 5. und 6. bester Vogel
1., 2., 3., 4., 5., 6., 8., 10., 11., 12., 13. und 14. bestes Weibchen           
1., 2., 3., 6., 7., 9., 12. und 13. bester jähriger Vogel
3., 5., 7., 8., 9., 12. usw. bestes jährige Weibchen                                   
1., 3., 4., 5., 7., 8. und 9. As-Vogel  
1., 3., 5., 8. und 9. As-Weibchen                                                     
Erringer der Gold- und Bronzemedaille                                              


Fluggemeinschaft (3 RVen)
1. FG-Pokalmeisterschaft                                                                            
1. FG-Jährigenmeister
2. Fluggemeinschaftsmeister
1., 2., 4., 7., 10., 11. und 13. bester Vogel  
1., 3. und 4. bestes Weibchen  
1., 2., 3., 8., 12. und 13. bester jähriger Vogel  
7., 9., 10. bestgereiste jährige Weibchen der FG
 
RegV 758 Oberfranken-Nordost  
5. RegV-Meister (5 beste Tauben auf den Regionalverbandsflügen)
7. RegV-Weibchenmeister
3. RegV-Jährigenmeister
10. Verbands-Mittelstreckenmeister
7. Verbands-Weitstreckenmeister
3. und 9. As-Vogel im RegV
13. As-Weibchen im RegV
6. Platz „Klinik-Cup“